Mehr Schein als Sein



Unternehmensmitbestimmung in der Diakonie

Beitrag vom 27. Januar 2021


MAV bestimmt mit!

Kaum Verbesserungen seit Verbandsempfehlung

Die Unternehmensmitbestimmung wurde 2017 für den Bereich diakonischer Einrichtungen als Verbandsempfehlung erlassen.

Ab einer Größe von 500 Mitarbeitenden wurde die Beteiligung der MAVen im Aufsichtsgremium empfohlen.

Die Wirkung einer solchen Empfehlung wurde von der Bukondeskonferenz der Mitarbeitendenvertretungen (buko) von Anfang an angezweifelt.
In einer bundesweiten Umfrage wurde dies bestätigt:
Eine Empfehlung bringt nicht mehr Beteiligung und Mitbestimmung.

Diakonische Sozialunternehmen verhalten sich wie alle anderen Unternehmen auch. In einigen gibt es schon lange eine Form der Partizipation, in anderen wird die Beteiligung der Beschäftigten für überflüssig erachtet. Insbesondere bei den großen Konzernen, wie Agaplesion mit 20.000 Mitarbeiter*innen und dem Christliche Jugenddorf Deutschland mit über 9.000 Mitarbeitenden sucht man vergebens danach.

Als Spitzenorgan der Mitarbeitervertreter*innen hat die Bundeskonferenz in einem offenen Brief an die Synode der EKD die gesetzgebenden Gremien aufgefordert, sich dieses Themas auch in der Konsequenz der von ihr erlassenen Kundgebungen aus dem Jahr 2011 erneut anzunehmen.

In weltlichen Unternehmen wurde die Mitbestimmung in Aufsichtsgremien bereits vor 70 Jahren gesetzlich verankert. Höchste Zeit, dass dies auch für die Sozialunternehmen der Diakonie verbindlich geregelt wird.

Offener Brief der Buko an die Synode

Pressemitteilung der Buko

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